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Krankenhausmanagement: Pflegeentlastung aufgebaut – und wieder abgeschafft

Krankenhausmanagement ist manchmal einfach nur trostlos.

Erst haben wir die Pflege entlastet.

👉 Durch Servicekräfte.
👉 Durch Logistikunterstützung.
👉 Durch Assistenzrollen.

Weil klar war:

👉 Pflege soll Pflege machen.
Und nicht Betten schieben, Material suchen oder Transporte organisieren.

Dann kam die Ausgliederung des Pflegebudgets.

Die Logik: „Alles, was Pflege ist, wird bezahlt.“

Klingt gut.

Hat aber eine entscheidende Konsequenz:

👉 Bezahlt werden Pflegekräfte.
👉 Nicht mehr die unterstützenden Berufsgruppen.

Und plötzlich passiert das Gegenteil von dem, was wir wollten.

Pflege übernimmt wieder:

👉 Logistik
👉 Serviceaufgaben
👉 organisatorische Tätigkeiten

Nicht, weil es sinnvoll ist.
Sondern weil es refinanziert ist.

Und jetzt?

Wird die Rückabwicklung diskutiert.

Vielleicht wäre die klügere Frage:

👉 Warum wechseln wir ständig das System … statt einmal konsequent dabei zu bleiben?
👉 Warum bauen wir Entlastung auf … nur um sie im nächsten Schritt wieder abzuschaffen?

Das Problem ist nicht das DRG-System.
Andere Länder zeigen, dass es funktionieren kann.

Das Problem ist:
Die Politik traut dem System nicht.
Und sie traut den Verantwortlichen in den Krankenhäusern nicht.

Und ersetzt Steuerung durch Kontrolle.

Immer mehr Nachweise.
Immer mehr Controlling.
Immer mehr Detailregulierung.

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