Resilienz im Krankenhaus entsteht in Verantwortung
Meine persönliche Empfehlung für alle, die ein praxisorientiertes Resilienztraining suchen?
Geht ins Gesundheitswesen.
Am besten in eine Uniklinik.
Kein Seminarraum.
Keine Flipcharts.
Kein Theorieteil.
Stattdessen:
Montagmorgen, 7 Uhr.
Material fehlt.
Personal fällt aus.
Budgets werden gekürzt.
Und Entscheidungen dulden keinen Aufschub.
Resilienz ist dort kein Schlagwort.
Sie ist Voraussetzung.
Du lernst, Prioritäten zu setzen,
wenn alles gleichzeitig wichtig erscheint
und Emotionen hochkochen.
Du lernst, ruhig zu bleiben,
wenn Druck zur Normalität wird.
Du lernst, Verantwortung zu tragen,
auch wenn die Lösung nicht perfekt sein kann –
nur tragfähig.
Resilienz lässt sich nicht buchen.
Man wird in sie hineingeworfen.
Und wer in einer Uniklinik über Jahre steuert, organisiert und entscheidet,
nimmt etwas mit, das kein Zertifikat ersetzt:
Standfestigkeit im Chaos.
Und ein tiefes Verständnis dafür,
warum Struktur kein Bürokratiewort ist,
sondern Überlebensstrategie.
Einfache Worte statt komplizierter Vorträge.
Klarheit statt Aktionismus.
Prozesse, die tragen,
damit Zeit bleibt für das Unerwartete.
Corona.
Patientenevakuierung wegen einer Fliegerbombe.
Massenanfall von Verletzten.
Grippewelle im Personal.
24 Stunden.
7 Tage die Woche.
Ein Krankenhaus sagt nicht:
„Wir schließen kurz, bis es wieder stabil ist.“
Es funktioniert.
Oder es funktioniert nicht.
Und genau deshalb entsteht Resilienz nicht im Workshop.
Sondern in Verantwortung.
Wo hast du deine größte Widerstandskraft entwickelt?
Foto Sonja Mueller
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