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Wir bauen Krankenhäuser, als wären sie Immobilienprojekte.



Dabei sind Krankenhäuser logistische Hochleistungsmaschinen – im Dienst von exzellenter Medizin und exzellenter Pflege.

Die eigentliche Kernfrage lautet nicht:
Wie sieht das Gebäude aus?

Sondern:
Wie ermögliche ich täglich bestmögliche Versorgung?
Jeder Handgriff zählt.
Jede Minute zählt.
Jeder Meter kostet.

Und trotzdem entstehen 2026 noch Neubauten mit:
– Fluren, die Pflege zu Laufrobotern machen.
– OP-Bereichen mit Materialtransport quer durchs Haus.
– Stationen, die organisatorisch weiter voneinander entfernt sind, als es medizinisch sinnvoll ist.
– Wegeführungen, bei denen Angehörige erst einmal suchen müssen.

Das Problem ist die Reihenfolge.
Wir planen Gebäude. Und überlegen danach, wie Prozesse hineinpassen.
Dabei müsste es umgekehrt sein.

Heute kann man:
✔ Patientenströme simulieren
✔ Materialflüsse digital testen
✔ Laufwege vor Baubeginn analysieren
✔ Engpässe erkennen, bevor der erste Beton fließt

Technologie ist da.
Was oft fehlt, ist die Entscheidung, Prozesslogik und Logistik zur Führungsfrage zu machen.
Förderlogiken, Normen, Wettbewerbe – alles wichtig.
Aber sie dürfen nicht wichtiger sein als die Frage:

Wie greifen OP, Intensiv, Diagnostik und Station logisch ineinander?

Krankenhausbau ist keine Frage der Fassade.
Er ist eine Frage von Effizienz, Resilienz und Mitarbeiterbindung.
Wenn Pflege pro Schicht Kilometer läuft, ist das kein individuelles Problem.
Es ist ein Planungsfehler.

Wer Krankenhäuser der Zukunft bauen will, muss Prozesse zuerst denken.
Und erst dann Beton.

#HealthCareBrain #Krankenhaus #Logistik #Gesundheitswesen

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